Berlin/Manchester - Hertha BSC braucht Geld. Fünf Millionen Euro
Transferüberschuss müssen die Blau-Weißen erwirtschaften. Da schlägt
diese Nachricht ein wie eine Bombe: ManU greift an, sieht Herthas Gojko
Kacar als Spieler der Zukunft – für 12 Millionen Ablöse!
Genau
so steht es auf der offiziellen Homepage von Manchester United. Die
Supertruppe von Sir Alex Ferguson sucht für Oldie Paul Scholes (34),
seit 18 Jahren beim Verein, bald einen Nachfolger. Einen wie Kacar,
denn der hat "tolle Physis", "exzellentes Zweikampfverhalten",
"Siegermentalität", "überragendes Kämpferherz", "Kopfballstärke" – so
die tollen Attribute für den Jung-Star.
Zugegeben, es war kein
fest angestellter ManU-Mitarbeiter, der Kacar so bewertet. Die Roten
räumen auch einigen ihrer Fans die Möglichkeit ein, neue Spieler
vorzuschlagen. Aber dass das Lob für Kacar, der bei der U21-EM als
serbischer Nationalspieler auch von ManU-Scouts beobachtet wurde, so
prominent in die Öffentlichkeit gestellt wird, lässt tief blicken.
Obwohl
Kacar mit seinem Team das Halbfinale verpasste, gehört er zu den
Gewinnern des Turniers. Wegen seiner Vielseitigkeit in Defensive und
Offensive sowie seiner Präsenz auf dem Platz.
Also noch mal in
Zeitlupe: Das ist kein offizielles Angebot des englischen
Rekordmeisters (18 Titel) und dreimaligen Gewinners der Champions
League, kann aber ganz schnell eines werden. Immerhin sind die 94
Millionen Euro, die ManU für Cristiano Ronaldo bekommt, bald auf dem
Konto.
Eine realistische Vorstellung von Kacars Wert haben die
Jungs bei ManU allemal. Bei 12 Millionen Euro könne Hertha wohl nicht
mehr Nein sagen, so die Prognose.
Hertha-Manager Michael Preetz
fühlt sich geehrt über soviel Interesse aus Manchester: "Das zeigt uns,
dass wir Top-Spieler haben und welch hohe Wertschätzung sie auf dem
internationalen Markt genießen."
Mit dem Gedanken, Kacar abzugeben, kann er sich jedoch noch überhaupt nicht anfreunden. Da müsste ManU wohl noch nachbessern.
[uredio Stefan NS - 30. lipnja 2009. u 23:37]