„Wölfe“ mit 1:2 (1:0)-Niederlage bei NK Dinamo Zagreb
Zagreb – Der Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg verlor sein Testspiel in der Ferne. Das Team von Trainer Felix Magath kassierte beim kroatischen Meister NK Dinamo Zagreb eine 1:2 (1:0)-Niederlage. Marcelinho hatte die „Wölfe“ in der 38. Minute aus 18 Metern in Führung gebracht. Luka Modric stellte in der zweiten Hälfte per Foulelfmeter den 1:1-Ausgleich (66.) her. Erst in der Nachspielzeit gelang Ognjen Vukojevic der Siegtreffer für die Kroaten (90.+2).
„Wir haben uns gut präsentiert, ich bin zufrieden mit der Partie, auch wenn wir anfänglich etwas Probleme hatten, ins Spiel zu kommen. Zu diesem Zeitpunkt war Dinamo feldüberlegen und hatte die besseren Möglichkeiten“, so Cheftrainer Felix Magath. „In der Schlussphase haben wir ein wenig nachgelassen und dann auch das späte Gegentor kassiert. Man muss aber bedenken, dass wir in der Vorbereitung noch nicht so weit sind wie Zagreb.“
Die Platzherren, die bereits am kommenden Dienstag ein Qualifikationspiel für die Champions League auf dem Plan haben und am darauffolgenden Wochenende in Kroatien in die neue Saison starten, machten gleich von Beginn an mächtig Druck-strasan pritisak/. Die Grün-Weißen sahen sich in der ersten Viertelstunde daher zumeist im Rückwärtsgang: VfL-Torhüter Simon Jentzsch musste sein ganzes Können in die Waagschale werfen, um Luka Modrics Schuss aus 12 Metern um den Pfosten zu lenken (13.). Der VfL-Keeper vollbrachte eine weitere Heldentat, als nach einem von Pablo Thiam verschuldeten Freistoß in der Mitte der eigenen Hälfte das Leder in den Strafraum flog und brandgefährlich von Tomislav Sokota verlängert wurde (24.).
Den Wolfsburgern gelang es jedoch mehr und mehr, sich aus der Umklammerung zu lösen. Marcelinho & Co. wurden mutiger und so entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel auf beiden Seiten. Valdet Rama, der von Felix Magath für seine Trainingsleistung mit einem Einsatz in der Startelf belohnt wurde, nahm sich ein Herz und suchte den Erfolg mit einem gewaltigen Schuss aus 25 Metern (26.). Rama die Zweite: Eine weiterer Torversuch des Youngsters folgte nach einem sehenswerten Doppelpassspiel mit Isaac Boakye, der den Ball mit der Hacke weiterleitete. Dinamos Torhüter Georg Koch, der in der vergangenen Saison noch das Trikot des Bundesligisten MSV Duisburg trug, rettete in letzter Sekunde gerade noch mit den Fingerspitzen (28.). Es folgte ein offener Schlagabtausch: Lediglich vier Minuten später tauchte NK-Stürmer Josip Tadic frei vor Jentzsch auf, doch der war auf der Hut und klärte ebenfalls (32.).
Marcelinho sorgte für die Führung
Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnten die „Wölfe“ doch noch nach einem tollen Kombinationsspiel jubeln. Ashkan Dejagah hatte das Spielgerät geschickt zu Serbiu Radu weitergeleitet. Der Rumäne legt für Marcelinho auf, der aus 18 Metern abzog und der Ball schlug unten ins Netz des Dinamo Tors ein (38.).
Felix Magath brachte zur Halbzeit fünf neue Spieler und testete damit insgesamt 16 Spieler. Die Gastgeber machten aber weiter Druck, verloren durch ihre Auswechselungen jedoch den Faden. Die "Wölfe" besaßen die ersten Chancen in den zweiten 45 Minuten. Erst 15 Minuten später fanden die Kroaten wieder besser in die Partie und tauchten mehrmals gefährlich vor dem Tor des VfL auf (59., 60. und 65.).
Umstrittener Foulelfmeter für Zagreb
In der 66. Minute kam es zu einer folgenreichen und vor allem umstrittenen Szene im "Wölfe"-Strafraum, bei der Sascha Riether Zagrebs Vedran Corluka festgehalten haben soll. Der kroatische Schiedsrichter Mario Strahonja zeigte auf den Elfmeterpunkt. Luka Modric, auffälligster Spieler im Dress des kroatischen Meisters, verwandelte sicher.
Edin Dzeko besaß die größte Chance für den VfL, erneut in Führung zu gehen Der Bosnier versuchte in der 75. Minute, aus sechs Metern in den Winkel zu schießen. Aber Dinamo-Keeper Koch faustet den Ball aus der Gefahrezone. Die Entscheidung zugunsten der Gastgeber fiel erst in der Nachspielzeit, als Ognjen Vukojevic aus 14 Metern den Ball im Gehäuse des VfL unterbrachte (90.+2).
Am morgigen Freitagvormittag, 13. Juli, fliegt das Team zurück nach Deutschland und beendet damit ein insgesamt elftägiges Trainingslager in Österreich. Am kommenden Samstag, 14. Juli, steht der Sparkassen-Supercup in der AWD-Arena in Hannover auf dem Programm, am Sonntag und Montag hat die Mannschaft trainingsfrei. Das nächste Testspiel findet am Mittwoch, 18. Juli, in Celle gegen den südafrikanischen Klub Moroka Swallows statt (Anpfiff 19.00 Uhr). Ein weiteres Trainingslager findet vom 22. bis zum 27. Juli in Schneverdingen in der Lüneburger Heide statt.
Das Spiel im Stenogramm:
VfL Wolfsburg: Jentzsch - Quiroga, Baier, Madlung, Rama (46. Alex) - Thiam, Riether, Dejagah (46. Lamprecht), Marcelinho (46. Krzynowek) – Radu (46. Dzeko), Boakye (46. Makiadi).
NK Dinamo Zagreb: Koch - Cale, Etto, Carlos, Drpic - Sammir, Pokrivac, Modric, Vukojevic - Tadic, Sokota
Tore: 0:1 Marcelinho (38.), 1:1 Modric (66./Foulelfmeter), 2:1 Vukojevic (90.+2)
Zuschauer: 13.000
' dobro smo se predstavili,zadovoljan sam mada smo na pocetku imali problema sa organizacijom..u tim trenucima dinamo je ima ternsku prednost i bolje sanse..pri kraju smo dopustili da primimo gol.treba misliti da nismo tako daleko na pripremama kao dinamo..'kaze Cheftrainer Felix Magath
[uredio d - 13. srpnja 2007. u 00:39]