Mali dodatak izlaganju Vatrenog82 : "navijac" Bayerna je dobio 2 godine zabrane na sve stadione etc.
Bundesrichter stärken DFB den Rücken
Der Bundesgerichtshof hat Stadionverbote "auf Verdacht" für rechtmäßig
erklärt. Geklagt hatte ein Fan des FC Bayern München, der zwei Jahre
aus allen deutschen Stadien verbannt worden war.
Die Hürden für Stadionverbote dürften nicht zu hoch gelegt
werden, urteilten die Karlsruher Richter. Die Fußballclubs hätten
schließlich gegenüber allen Besuchern "Schutzpflichten, sie vor
Übergriffen randalierender und gewaltbereiter 'Fans' zu schützen".
Fußballspiele würden "häufig zum Anlass für Ausschreitungen genommen".
Für ein Stadionverbot reiche daher bereits aus, dass ein
Fußballanhänger zu einer gewaltbereiten Gruppe gehöre. Er müsse nicht
zwingend an gewalttätigen Auseinandersetzungen beteiligt gewesen sein.
Allerdings, so die Richter am Bundesgerichtshof, hätten die Vereine
nicht vollkommen freie Hand. "Ein willkürlicher Ausschluss ist
rechtswidrig."
Bildunterschrift: Gewalt soll bereits im Vorfeld der Spiele verhindert werden
Kein Eingriff ins Persönlichkeitsrecht
Geklagt hatte ein Anhänger des FC Bayern München, der am 25. März
2006 nach dem Spiel des deutschen Rekordmeisters beim MSV Duisburg
vorübergehend festgenommen worden war. Er gehörte nach Angaben der
Polizei zu einer Gruppe von etwa 100 Münchner Fans, die an
gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Duisburger Fans beteiligt waren.
Eine Person war dabei verletzt worden. Der Münchner Fan hatte
bestritten, in die Randale verwickelt gewesen zu sein. Die Ermittlungen
gegen ihn wegen Landfriedensbruch waren im Oktober 2006 eingestellt
worden. Dennoch wurde gegen ihn ein bundesweites Stadionverbot für zwei
Jahre verhängt. Sein Anwalt wertete dies als Eingriff ins
Persönlichkeitsrecht, zumal dem Fan auch die Vereinsmitgliedschaft bei
Bayern München und seine Dauerkarte entzogen worden war. Das spiele
keine Rolle, erklärte der Bundesgerichtshof. Stadionverbote hätten
"stets die Folge, dass Dauerkarten-Berechtigungen ganz oder teilweise
ins Leere laufen".
DFB und DFL zufrieden
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Polizisten im Stadion-Einsatz
Die Polizeigewerkschaft äußerte sich erleichtert über das Karlsruher
Urteil. Der Ansatz der Sicherheitskräfte, Ausschreitungen erst gar
nicht entstehen zu lassen, sei bestätigt worden. Auch der Deutsche
Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) sehen sich durch
das Karlsruher Urteil in ihrer Linie unterstützt. Stadionverbote seien
eine "wichtige Präventiv-Maßnahme", sagte Helmut Spahn, der
Sicherheitsbeauftragte des DFB. Und DFL-Geschäftsführer Holger
Hieronymus ergänzte: "Die Sicherheit des Zuschauers ist das höchste
Gut. Dies hat das Gericht bestätigt". Rund 20 Millionen Euro geben die
Profivereine jährlich aus, um Gewalt in den Stadien zu verhindern.
Allein im vergangenen Jahr wurden 3000 Stadionverbote verhängt.